Blogparade : Über Selbstfindung und Selbstliebe 1000 Fragen an mich selbst

 

Ich finde dieses Thema wahnsinnig interessant und für mich hat der Weg zur Selbstfindung und Selbstliebe eine große Bedeutung. Selbstliebe fiel mir lange, lange Zeit wirklich schwer. Thema Mobbing war in meiner Jugendzeit sehr großes Thema bei mir: ich war ein Opfer. Diese Erfahrung hat mich geprägt, für mein Leben lang. Ich litt zu der Zeit wirklich wahnsinnig und auch heute habe ich mit den Folgen noch zu kämpfen. Ich brauchte jahrelange Bestätigung , im jeglichen tun von mir selbst. Bekam ich diese nicht, war ich unglücklich. Zweifelte direkt an mir. Auch Kritik war so etwas, was ich immer sofort persönlich genommen hatte und es sofort auf mich als Person projizierte. Was die meisten Menschen aber natürlich gar nicht wollten. Dies war für sie schwierig, aber auch für mich selbst. Weil mein Verstand mir sagte, dass ich jetzt eigentlich völlig unpassend reagiere.

Aber mein inneres Kind, das schreite. Es weinte. Es war tief bestürzt und enttäuscht. Es will Anerkennung. Liebe. Wertschätzung.

Und so stand ich ganz oft im Zwiespalt mit mir selbst. Heute ist es schon deutlich besser mit der Selbstliebe. Aber die Selbstfindung? Habe ich mit meinen 32 mittlerweile zu mir selbst gefunden? Bin ich mit mir absolut im reinen? Oh Gott, wie gern würde ich diese Fragen mit : JAAAAAA! beantworten. Aber nein! Es ist nicht so. Ich befinde mich immer noch auf meinem Weg. Ich gehe in meiner Rolle als Mutter total auf. Ich liebe diese kleinen Räuber so sehr. Aber ist es  das, was mich komplett ausmacht? Nein. Natürlich auch nicht. Ich behaupte jetzt einfach mal salopp, dass niemand von nur einer Sache ausgemacht wird. Es ist die Summe von vielen Erfahrungen, Eigenschaften, Erinnerungen im Leben. Der eine findet durch diese schneller zu sich selbst… andere kommen vom Weg ab. Vielleicht durch Ablenkungen durch die Gesellschaft!? Man eifert Erwartungen nach, die man selbst vielleicht für sich selbst gar nicht für  erfüllen kann. Und dann merkt man irgendwann: Stopp. Oder aber man ist so mit seiner Mutterrolle beschäftigt, das man sich selbst dabei vergisst.

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All wir Mütter wissen, wir müssen mehr für uns tun. Nur für uns ganz allein!!! Doch, sind wir  mal ehrlich. So einfach wie das gesagt ist, ist es nicht erfüllt. Vieles bleibt einfach an uns hängen und wir wünschen uns in der Beziehung zu unseren Kindern und Aufgaben im Alltag schon 8o42350 Arme und 78 Stunden an einem Tag. Wie soll man da noch für sich selbst Zeit dazwischen quetschen? Ich selbst,  kann da für euch natürlich keine Antwort geben. Und vor einiger Zeit habe ich auch noch gesagt, das Schreiben wäre „meine Zeit?“ Doch, sind wir mal ganz ehrlich!? Um was geht es hier denn? Meistens doch um die Kinder 😉 .. also zähle ich das Bloggen nicht so richtig  als „Zeit für mich“

Abends mal alleine in die Wanne gehe, sich extra viel Zeit lassen. Ein Buch lesen. Fotografieren. Bei den meisten der morgendliche Kaffee, bevor die Kinder aufstehen und vielleicht dabei auch noch den Sonnenaufgang beobachten. Bei mir ist es der Tee. Oder am Wochenende ausschlafen. (Ja ich darf tatsächlich am We hier ausschlafen :)) Das sind Dinge, die ich mir gönne für mich selbst. Und am nächsten Samstag werde ich mir sogar einen langersehnten Wunsch erfüllen. Tanzschule! Ich wollte seit Ewigkeiten schon wieder Hiphop tanzen. Das letzte Mal mit 20?21?

Jedenfalls Johanna von Pinkepank hat für sich beschlossen das Beilageheftchen aus der Flow “1000 Fragen an mich selbst” in kleinen Abschnitten auf dem Blog zu beantworten und lädt zum Mitmachen ein. Also legen wir los. Vielleicht habt ihr ja auch Lust mitzumachen. Und wenn ihr es ganz für euch alleine macht :).

1.Wann hast du zuletzt etwas zum 1.Mal getan? 

Schon die Erste Frage hat es in sich für mich. Ich musste jetzt wirklich einige Tage überlegen, bis ich diese Frage beantworten konnte. Aber da kam er – der Einfall. An Weihnachten habe ich zum ersten Mal meinen Bruder und meine Schwägerin bekocht. Ich war mega aufgeregt und nervös, da mein Bruder wirklich gut kochen kann und uns schon oft eingeladen hat. Es war ein wunderschöner Abend.

2. Mit wem versteh ich mich am besten?

Ganz ehrlich? Mit mir selbst. Keiner versteht mich so gut, wie ich mich selbst :).

 3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?

Zeit im Internet. Dieses wahr lose rum surfen, ohne Anfang und ohne Ziel. Da und hier und dort gucken. Ganz schlimm Pinterest. Wenn ich nicht aufpasse, verliere ich mich da drin Stunden. Also die mir dort folgen und plötzlich eure Pinnwand wieder voll ist.. .wisst ihr was wieder Sache war 🙂

     4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Puh ganz ehrlich? Mit so „klassischen“ Witze konnte ich mich noch nie anfreunden. Aber wenn sie so richtig, richtig, blöd sind… dann kann ich darüber auch mal lachen.. Aber Comedy lieb ich 🙂 … Luke Mockridge, Bühlent, Carolin Kebekus etc. find ich schon sehr cool.

     5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen Lachen musst?

Neiiiiiiin! Natürlich nicht. Lachen ist so ein wundervolles Geschenk. Mit weinen sieht es da schon anders aus 😉 .. das ist mir doch unangenehm. Selbst wenn mir vor Rührung ein paar Tränchen fließen.

     6. Woraus besteht dein Frühstück?

Unterschiedlich. Aber meistens Haferflocken mit Kokosjogurt, Obst und

     7 . Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

dem Helden ❤

    8. In welchem Punkten gleichst du deiner Mutter?

Puuuh, wieder eine schwierige Frage. Ich würde sagen die Vergesslichkeit.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Erst nochmal 10 Minuten im Bett liegen bleiben. Geh ins Bad und mach mich frisch und Frühstücke dann.

10. Kannst du gut vorlesen?

Jaaaa. Definitiv. Ich verstelle dabei die Stimme, schmücke Geschichten oft noch aus … bau Spannung auf. Ja – vorlesen kann ich 🙂

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

An den Weihnachtsmann hab ich nie geglaubt. Bei uns kam das Christkind. Den Glauben hat ich bis ich ca 5 oder 6 Jahre war.  Und hab ihn durch mich selber verloren 😉 Ich war zu neugierig und habe durch das Schlüsselloch geschaut, weil ich unbedingt das Christkind sehen wollte. Doch was sah ich? Natürlich meine Mama und Papa wie sie die Aufgaben des Christkindes erledigt haben.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?

Ein Minischweinchen. Ja wirklich. Ich will uuuuunbedingt, unbedingt uuuuuuuuunbedingt ein Schweinchen haben. Und irgendwann werd ich uns auch eins kaufen und ihm ein wunderschönes zu Hause geben 😀

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Ich wäre total gerne etwas mehr Selbstdisziplin und etwas verlässlicher. Meiner Vergesslichkeit ist manchmal echt schlimm 😉

14. Was ist deine Lieblingssendung im TV?

Gute Zeiten Schlechte Zeiten, The Bing Bang und Young Sheldon hat großes Potenzial 😉

15. Wie alt möchtest du gerne werden?

Wer die Geschichte von meiner Mama kennt, wird wissen und verstehen, wenn ich sage .. alt. So alt wie möglich. (Meine Mama ist 4 Jahren an Chorea Huntington verstorben) Diese Vorstellung alt und grau mit dem Held auf einer Veranda zu sitzen und unseren Enkeln beim Spielen zuzuschauen… diese Vorstellung gibt mir so endlich Kraft und gibt mir Kraft und Hoffnung.

16. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Ist definitiv mal wieder überfällig :). Wir waren vor 3 oder 4 Jahren im Europapark. Und ich würde so gerne dieses Jahr in den Heidepark fahren. Die haben da jetzt eine neue Peppa Wutz Welt 😀 …

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An den Cuba Urlaub. Es war wirklich ein schöner Urlaub. Der Blog dazu kommt (irgendwann) auch mal :).

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Wie als wenn man mich innerlich zerreißen würde. Ein Riesen großes inneres Loch mit Verzweiflung. Aber zum Glück, hatte ich seit Jahren keinen richtigen Liebeskummer mehr, das ich vor Verzweiflung, hätte wahnsinnig können. Seitdem ich den Held hab ❤

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Früher hätte ich diese Frage mit Ja beantwortet. Als Kind war “ Kay-Nike“ ein gefundenes Fressen für die Kinder 😉 … wie oft wurde ich „Kanikel“ gerufen… heute aber mag ich meinen Namen sehr gerne. Auch wenn es öfters mal nervig ist, wenn ich zB. beim Bezahlen mit EC-Karte zusätzlich meinen Ausweis vorzeigen muss, weil „Kay“ ja ein „Männername“ wäre.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selber gezweifelt?

Selbstzweifel. Ein großes Thema bei mir. Hab ich ja schon am Anfang des Beitrags erzählt. Irgendwie scheint mich dieses Thema durch mein Leben zu begleiten. Dabei würde ich diese Selbstzweifel so gerne loswerden. Aber vielleicht gehört das auch zu uns Frauen dazu? Ich persönlich, kenne keine, die komplett von Selbstzweifeln befreit ist. Wobei man denke ich, auch unterscheiden muss zwischen „gesunden“ Selbstzweifel und den „ungesunden“. Bei mir sind es leider eher schon die ungesunden. Liegt wahrscheinlich aber auch an der Mobbing-Geschichte als Jugendliche. Aber ich bin weiterhin auf nem guten Weg – denke ich. Vielleicht hilft mir diese Aktion ja auch mehr, mit mir noch mehr ins Reine zu kommen ❤ …

Morgen werde ich Teil 2 veröffentlichen, damit ich nicht hinterher hänge :). Und dann gibt es jeden Sonntag einen neuen Beitrag dazu.

Wie seht ihr das denn? Wie geht ihr mit Selbstzweifel um? Habt ihr zu euch gefunden? Seit ihr im Reinen mit euch? Macht ihr mit?

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Verfasst von

Ein inklusiver Famlienblog für jedermann! Hier geht es um das Leben mit 2 Räuberjungs. Jerry hat das Down-Syndrom und Autismus. Aber es geht bei Jerrys Welt in Zukunft um alle Themen rund um die Familie :)

4 Kommentare zu „Blogparade : Über Selbstfindung und Selbstliebe 1000 Fragen an mich selbst

  1. schöner Beitrag, und aktuell wie eh und jeh… Ich denke, dass gerade die Selbstfindung die Aufgabe des Lebens ist. Nein, ich bin nicht immer mit mir selbst im reinen, und ja ich bin voller Selbstzweifel, doch weiß ich daß alles seine Richtigkeit hat und ich auf dem richtigen Weg bin. LG

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  2. Hallo,
    danke für deine intimen Einblicke und offene Beantwortung der Fragen. Die klingen echt interessant und ich spüre starke Lust, mich denen auch hinzugeben. 😉
    Das Thema Selbstzweifel war bei mir auch mal sehr enorm. Mittlerweile konnte ich diese stark reduzieren. Je größer die Ablehnung meines Umfeldes war, desto größer waren meine (Selbst)Zweifel. Jetzt ist es anders. Ich verfolge hartnäckig meine Ziele, weil ich davon übrezeugt bin. Die Zweifel der anderen nehme ich mir nur noch bedingt an, denn ich kümmere mich in erster Linie um meine eigenen. Zweifel sind gut, aber zu viel davon hemmen die Schritte, den man eigentlich machen möchte.
    Hab einen tollen Tag.
    Viele Grüße
    Michaela

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